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| 01:30 Uhr

Befangenheitsantrag im Kachelmann-Prozess abgelehnt

Mannheim. Der Prozess gegen den ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung kann wie geplant fortgesetzt werden. Ein Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die Richter wurde am Mittwoch abgelehnt.

Die Verteidigung hatte den Antrag gestellt, weil das Gericht das mutmaßliche Opfer zunächst nicht über ihr spezielles Zeugnisverweigerungsrecht belehrt hatte. Ein andere Kammer des Gerichts wies diesen Antrag nun zurück. Das Verfahren sollte deshalb mit der Vernehmung der 37-jährigen Radiomoderatorin fortgesetzt werden, die Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigt. Die Frau sagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Ihre Befragung wird vermutlich noch die kommende Woche in Anspruch nehmen. Nur “objektiv willkürliche Verstöße„ begründeten die Besorgnis der Befangenheit, so der Vorsitzende Richter Michael Seidling. Solche Verstöße lägen “mitnichten„ vor.

Das Gericht hatte am Montag die Radiomoderatorin darüber belehrt, dass sie keine Angaben machen muss, falls sie sich dabei selbst einer Straftat wie etwa falscher Verdächtigung bezichtigen würde. Diese Belehrung hatte das Gericht zuvor noch abgelehnt und sich so den Befangenheitsantrag eingehandelt. AFP/ik