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Baum erschlägt zwölf Menschen in Madeira

Funchal. Bei einem religiösen Volksfest auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira hat ein umstürzender Baum zwölf Gläubige in den Tod gerissen. 50 weitere seien verletzt worden, als die Eiche am Dienstag plötzlich samt ihres Wurzelwerks auf die umstehenden Menschen fiel, teilten die örtlichen Behörden am Nachmittag in der Hauptstadt Funchal mit. dpa/pb

Unter den Verletzten seien auch Deutsche, Ungarn und Franzosen, hieß es. Die genaue Zahl der Opfer war lange unklar gewesen.

Bei dem Baum handelte es sich laut der Zeitung "Público" um eine 200 Jahre alte Eiche. Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden. Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall abgebrochen. Die Regierung von Madeira rief eine dreitägige Trauer aus.

Das Unglück ereignete sich während der beliebten "Festa da Sen hora do Monte" (Fest der Herrin von Monte), dem größten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel. Es lockt traditionell viele Besucher aus aller Welt nach Madeira.