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| 02:40 Uhr

Ausnahmezustand in Berlin

Erfinderisch zeigten sich die Teilnehmer des Christopher Street Days: Weil auf der Straße nach dem Regen zu Fuß nichts mehr ging, stiegen sie auf den Schwimmreifen um.
Erfinderisch zeigten sich die Teilnehmer des Christopher Street Days: Weil auf der Straße nach dem Regen zu Fuß nichts mehr ging, stiegen sie auf den Schwimmreifen um. FOTO: dpa
Berlin/PotsdAM. Aus einem schwülwarmen Mittag wird in wenigen Minuten ein Gewitter- Nachmittag mit Starkregen. Die Feuerwehr ruft den Ausnahmezustand aus. Alexandra Stahl / dpa/kr

Nach einem schweren Gewitter mit Starkregen ist in Berlin erneut der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Am Samstagnachmittag liefen Keller voll, Bäume stürzten um, und Äste brachen ab, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag sagte. Straßen wurden vom vielen Wasser ebenfalls überspült. Während des Ausnahmezustandes von 15 bis 21.30 Uhr fuhr die Feuerwehr zu 435 wetterbedingten Einsätzen. Vor allem im Norden und Osten der Stadt gab es viel zu tun, insbesondere in Reinickendorf und Pankow. In Charlottenburg gab es einen größeren Einsatz wegen eines Dachbrands in einem sechsgeschossigen Wohn- und Geschäftshaus. Vermutlich war dort der Blitz eingeschlagen. Verletzt wurde bei dem Unwetter offenbar niemand.

An den Berliner Flughäfen kam es zu Verspätungen und Umleitungen. Sechs Flugzeuge mit Ziel Berlin-Schönefeld wichen nach Hannover und Rostock-Laage aus. Hunderte Passagiere mussten in Busse umsteigen oder bis zum Sonntagmorgen ausharren, um ihren Weg in die Hauptstadt fortzusetzen.

Auch der S-Bahn-Verkehr war teilweise unterbrochen - wegen großer Äste auf den Gleisen. Auf dem Rasen ging ebenfalls nichts mehr: Das Testspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin gegen den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers wurde wegen des starken Regens nach 13 Minuten unterbrochen - und nach 30 nassen Warteminuten schließlich ganz abgebrochen.

Schwere Sommergewitter haben auch in Brandenburg zahlreiche Überschwemmungen ausgelöst und große Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren die Landkreise Oberhavel und Barnim. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Zum Thema:
Wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze droht der Stadt Rom das Wasser auszugehen. Die Behörden untersagten dem Versorgungsunternehmen Acea nun, ab Freitag aus dem nahe gelegenen Bracciano-See Wasser für die Hauptstadt zu pumpen. "Der Wasserstand des Sees hat sich so weit gesenkt, dass eine Umweltkatastrophe droht", sagte der Präsident der Region Latium, Nicola Zingaretti, am Samstag im Sender Tgcom24. "Das Wasser in Rom geht aus." (dpa/kr)