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Auf geht's zur Wiesn

Hendl, Brezen und Bier haben auf der Wiesn wieder Hochkonjunktur.
Hendl, Brezen und Bier haben auf der Wiesn wieder Hochkonjunktur. FOTO: dpa
München. Traditionell, digital und mit starken Sicherheitsvorkehrungen startet an diesem Samstag in München das Oktoberfest. "Ich freue mich auf eine schöne und friedliche Wiesn", sagte Festleiter Josef Schmid (CSU) vor der Eröffnung. Sabine Dobel

Für die Sicherheit sei alles getan. Er hoffe nun trotz der eher schlechten Aussichten auf passables Wetter für den Anstich am Samstag.

Es gibt eine ganze Reihe neuer Fahrgeschäfte, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell mit ergonomisch geformten Schalensitzen namens "Jules Verne Tower". Im Südteil des Festgeländes findet dieses Jahr wieder die "Oide Wiesn" mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik statt. Neu ist dort eine fast 100 Jahre alte Kindereisenbahn und das Festzelt "Zur Schönheitskönigin", das die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben will.

Die Sicherheit ist erneut ein großes Thema. Besucher dürfen keine großen Taschen und Rucksäcke mitbringen. "Lasst die Taschen zu Hause", mahnte Schmid. Bis zu 650 Ordner und damit nochmals bis zu 200 mehr als im Vorjahr werden an den Zugängen die Besucher kontrollieren.

Über eine Lautsprecheranlage werden die Gäste auf Deutsch, Englisch und Bayrisch begrüßt und bei einem Alarm mit Informationen und Anweisungen versorgt. Dabei gehe es keineswegs nur um einen Anschlag, sondern auch um Unwetter oder eine mögliche Überfüllung, hieß es.

Digital hat das Volksfest aufgerüstet: Eine App soll erstmals den Besuchern zeigen, welche Zelte noch nicht voll sind - oder wo gerade Freunde feiern. Zudem können sie über eine App bezahlen.

Mehr Nostalgie vermitteln ein Photopalast anno 1900, der die Kunden in vergangene Zeiten zurückversetzt. Das 184. Oktoberfest dauert bis zum 3. Oktober und erwartet Hunderttausende Gäste aus der ganzen Welt.