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| 15:18 Uhr

Attacke in Berlin
Antisemitischer Schläger stellt sich der Polizei

Meinung | Berlin. Zwei Tage nach einem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin hat sich der mutmaßliche Täter übereinstimmenden Zeitungsberichten zufolge der Polizei gestellt.

Zwei Tage nach einem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin hat sich der mutmaßliche Täter übereinstimmenden Zeitungsberichten zufolge der Polizei gestellt.

Am Donnerstag gegen 12.30 Uhr sei der 19-jährige Mann beim Landeskriminalamt erschienen, berichteten die "Bild" und die "B.Z.". Begleitet wurde er demnach von einer Rechtsanwältin.

Der 21-jährige Israeli und sein Freund hatten am Dienstagabend im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg Kippas - traditionelle jüdische Kopfbedeckungen - getragen. Sie wurden von einer Gruppe arabisch sprechender Männer angegriffen und antisemitisch beschimpft.

Einer der Männer schlug mit einem Gürtel auf den 21-Jährigen ein und versuchte, ihn mit einer Flasche zu schlagen. Der Angreifer und seine zwei Begleiter flüchteten. Der 21-Jährige filmte die Tat und stellte das Video ins Netz.

"Dieser Kampf muss gewonnen werden"

Kanzlerin Angela Merkel mahnte wie andere Politiker am Mittwoch, mit Härte und Entschlossenheit gegen jegliche Form von Antisemitismus vorzugehen. "Dieser Kampf gegen solche antisemitischen Ausschreitungen muss gewonnen werden", sagte sie.

Außenminister Heiko Maas sagte: "Wenn junge Männer bei uns attackiert werden, nur weil sie eine Kippa tragen, ist das unerträglich." Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, sagte, der Angriff zeige, wie wichtig es sei, Antisemitismus auf allen Ebenen entschieden entgegenzutreten und die Projekte und die Arbeit gegen Antisemitismus weiter zu stärken.

(csi/dpa)