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Angeklagter im Höxter-Prozess wiederholt Vorwürfe

Paderborn. Im Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter sind am Dienstag Aufzeichnungen des Angeklagten Wilfried W. verlesen worden. dpa/pb

Darin wiederholt der 47-Jährige einen Mordvorwurf gegen seine mitangeklagte Ex-Frau Angelika W. Die Notizen hatte Wilfried W. an den psychiatrischen Gutachter in dem Verfahren übergeben.

Auf mehr als 21 Seiten schildert er aus seiner Sicht das Verhältnis zu seiner Ex-Frau. Er habe unter ihrer dominanten Art gelitten, sei von ihr aber auch abhängig gewesen. Durch einen provozierten Autounfall bei Tempo 90 habe Angelika W. ihn umbringen wollen. Alle Schilderungen waren bereits Thema an früheren Verhandlungstagen am Paderborner Landgericht.

Das Paar soll über Jahre hinweg mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Der 47-Jährige und die 48-Jährige sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt.