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| 01:31 Uhr

Air-France will nach Absturz Tempomesser austauschen

Buenos Aires/Sao Paulo/Paris. Der Ausfall der Geschwindigkeitsmesser im Unglücks-Airbus ist nach Einschätzung der Europäischen Flugsicherheitsbehörde Easa nicht allein für den Absturz der Air-France-Maschine verantwortlich. Trotzdem gab die Behörde eine Sicherheitsinformation für alle Betreiber von Langstreckenflugzeugen heraus. dpa/feg

Air France erklärte, ihr bereits länger laufendes Programm zum Austausch der Geschwindigkeitsmesser sei nach dem Absturz am Pfingstmontag beschleunigt worden. Allerdings dementierte das Unternehmen am Dienstagnachmittag Gewerkschaftsangaben, nach denen Piloten künftig nur noch dann starten dürfen, wenn die Maschine mit mindestens zwei modernen Sonden zur Tempomessung ausgerüstet ist.Mitten im Atlantik wurden am Dienstag vier weitere Todesopfer geborgen. Sie seien nordwestlich des Archipels São Pedro im Meer gefunden worden, teilte der brasilianische Fregattenkapitän Giucemar Tabosa mit. Damit wurden bisher 28 der 228 Menschen gefunden, die mit der Unglücksmaschine von Rio de Janeiro nach Paris fliegen wollten. 16 der geborgenen Leichen wurden mit Hubschraubern von der Fregatte "Constituição" abgeholt und auf die Insel Fernando de Noronha geflogen. Die sterblichen Überreste der Verunglückten sollen auf der Insel zunächst untersucht und dann zur Identifizierung aufs Festland nach Recife gebracht werden. Dabei will die Polizeiorganisation Interpol helfen. Es geht um den Abgleich von Fingerabdrücken, Röntgenaufnahmen der Gebisse und von Operationsnarben der geborgenen Leichen mit früheren Daten der Menschen an Bord. In einer Erklärung wies die Easa die Piloten von Langstreckenflugzeugen darauf hin, dass auch bei einem Ausfall der Geschwindigkeitsmessung die Maschinen sicher geflogen werden können. Die entsprechenden Betriebsvorschriften müssten allerdings eingehalten werden. Die Easa arbeite zudem an einer möglichen Empfehlung für den Austausch der Geschwindigkeitsmesser der Airbus-Langstreckenjets.Dazu hatte die französische Pilotengewerkschaft SNPL am Vormittag gesagt, bei Air France sollten bis Dienstag bei allen A330 und A340 mindestens zwei der drei Pitot-Sonden jeder Maschine einer "sicheren" Baureihe angehören. Andererseits könnten die betroffenen Maschinen nicht starten. "Das können wir nicht bestätigen", sagte hingegen eine Air-France-Sprecherin in Paris. dpa/feg