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| 17:38 Uhr

Nach verbaler Auseinandersetzung
AfD-Wahlkampfhelfer bedroht Mann in Frankfurt mit Waffe

AfD-Mitglied Zahid Khan soll im Frankfurter Ortsteil Seckbach einem Anwohner, mit dem er aneinander geriet, eine Waffe an den Kopf gehalten und ihn bedroht haben. Die Polizei ermittelt.
AfD-Mitglied Zahid Khan soll im Frankfurter Ortsteil Seckbach einem Anwohner, mit dem er aneinander geriet, eine Waffe an den Kopf gehalten und ihn bedroht haben. Die Polizei ermittelt. FOTO: dpa / Fabian Sommer
Frankfurt/Main. Bereits am Sonntagabend soll ein Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD) während des Wahlkampfes im Frankfurter Ortsteil Seckbach einen Passanten mit einer scharfen Schusswaffe bedroht haben. Darüber berichtete zuerst die Tageszeitung Junge Welt.

Mittlerweile berichten auch zahlreiche andere Medien über den Vorfall, der sich bereits am Wochenende ereignet haben soll und erst am Dienstag durch den Beitrag der Tageszeitung Junge Welt öffentlich wurde.

Demnach bedrohte AfD-Mitglied Zahid Khan, Vater der AfD-Direktkandidatin Mary Khan, am Sonntagabend gegen 17 Uhr einen Anwohner und Parteigegner in Frankfurt-Seckbach im Zuge einer zunächst verbalen Auseinandersetzung mit einer Schusswaffe. Der als Islamkritiker bekannte Zahid Khan habe Flyer für die AfD verteilt und sei dabei mit dem kurdischstämmigen Kritiker aneinander geraten, schreibt die Hessenschau. Der Anwohner, Güven O., forderte die Aktivisten der rechten Parteizuvor auf, die Siedlung zu verlassen.

Während des Wortgefechts habe der AfD-Wahlkämpfer eine Waffe aus seiner Tasche geholt, sie durchgeladen und sie O. an den Kopf gehalten und gedroht: „Ich werde dich erschießen“, so Güven O. gegenüber „junge Welt“. Zudem soll Khan zu O. gesagt haben: „Du bist der Teufel". Die Waffe sei, so O., von später dazugekommenen Beamten der Frankfurter Polizei beschlagnahmt worden. Ob die Waffe scharf war, ist noch unklar.

Die Pressestelle der Polizei Frankfurt bestätigte den Vorfall, wollte sich zu Details aber nicht äußern.

Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung ermittelt die Polizei nun gegen beide Beteiligte wegen Körperverletzung, weil es bei der Auseinandersetzung auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein soll.

Der FAZ gegenüber schildert Zahid Khan, dass er seiner Tochter nur beim Wahlkampf helfen wollte, als er unvermittelt von einem Mann als „Nazischwein“ und „Islamhasser“ beschimpft worden sei. Der Mann sei immer aggressiver aufgetreten und habe ihm gegen die Brust geschlagen, so Khan. Daraufhin habe er selbst die Waffe gezogen, um den Angreifer auf Abstand zu halten. Gegen die Darstellung der „Jungen Welt“ will Khan gerichtlich vorgehen.

(ots/lsc)