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| 18:28 Uhr

Ärztemonitor 2018
Jeder vierte Arzt war schon Opfer von Gewalt

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bei Gewalt hört für uns der Spaß auf" ist in der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg zu sehen (Archivbild).
Ein Plakat mit der Aufschrift "Bei Gewalt hört für uns der Spaß auf" ist in der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg zu sehen (Archivbild). FOTO: dpa, dka cul pil
Berlin . Einem Bericht zufolge war schon jeder vierte Arzt in Deutschland einmal Opfer körperlicher Gewalt. Im vergangenen Jahr wurden Mediziner pro Tag durchschnittlich 288-mal körperlich attackiert und 2600-mal beleidigt.

Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf den "Ärztemonitor 2018". Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der NAV-Virchow-Bund haben dazu rund 7500 Ärzte bundesweit befragt, die Ergebnisse wurden für alle 147.000 niedergelassenen Ärzte hochgerechnet.

Nach Ansicht von Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), spiegeln sich in den Zahlen "die Entwicklungen in unserer Gesellschaft wider sowie ­ fehlender Respekt und ein hemmungsloser Egoismus".

"Meistens entzünden sich die Angriffe daran, dass Patienten nicht das bekommen, was sie wollen", sagte Dirk Heinrich, Chef des NAV-Virchow-Bundes, der Zeitung. "Manche wollen sofort drankommen, andere fordern bestimmte Medikamente." Generell habe der Respekt vor Ärzten in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Der Studie zufolge kommen nur 25 Prozent der Angriffe in den Praxen zur Anzeige.

(felt)