Mit einer Versammlung am Grab des früheren Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat knüpfte die Fatah von Mahmud Abbas bei ihrem Wahlkampfauftakt gestern an die Vergangenheit an. Vizeregierungschef Nabil Schaath sagte vor dem Hauptquartier der Autonomiebehörde in Ramallah, im Falle eines Sieges bei der Parlamentswahl wolle die Fatah einen Palästinenserstaat schaffen. Die Hamas startete in Gaza in den Wahlkampf. Spitzenkandidat Ismail Hanijeh wandte sich gegen eine mögliche Wahl-Verschiebung, die in Zukunft "Unsicherheit schaffen würde".
Präsident Abbas bereist derzeit mehrere Golfstaaten und wollte sich im Sultanat Bahrein zu den Querelen im Vorfeld der Wahlen nicht äußern. Tatsächlich ist noch nicht sicher, ob die Wahlen wie geplant am 25. Januar stattfinden. Sollte Israel den Palästinensern in Ost-Jerusalem die Teilnahme an dem Urnengang verwehren, werde es keine Wahlen geben, sagte Abbas dem Fernsehsender El Dschasira. (dpa/uf)