Der Oppositionspolitiker war zuvor noch am Flughafen der Hauptstadt Islamabad unter dem Vorwurf der Korruption verhaftet worden.

Später sei er in ein Flugzeug mit Ziel Dschidda gesetzt worden. Sharif wollte nach sieben Jahren im Exil nach Pakistan zurückkehren. Vor seinem Abflug nach Islamabad hatte er in London angekündigt, er wolle Pakistan wieder zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit zurückführen.

Bereits vor der Ankunft Sharifs am Morgen war es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Anhängern des Chefs der oppositionellen Muslim- Liga gekommen. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Knüppel gegen Sharifs Anhänger ein, die versuchten, trotz Polizeiabsperrungen zum Flughafen zu gelangen. In der Garnisonsstadt Rawalpindi wurden mehrere Menschen verletzt, als Demonstranten die Polizei mit Steinen bewarfen.

Sharif war 1999 vom jetzt amtierenden Staatschef Pervez Musharraf gestürzt und ins Exil vertrieben worden. Zum Unmut von Musharraf hatte der Oberste Gerichtshof in Pakistan jedoch vor kurzem entschieden, dass Sharif zurückkehren dürfe.