Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen verwies in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung die Klage einer Irakerin christlichen Glaubens gegen die Aberkennung ihrer Asylberechtigung an das Gericht zurück. (Aktenzeichen: A 4 B 747/05)
Der Klägerin war 1997 Asyl gewährt worden. Nach dem Sturz der Regierung von Saddam Hussein wurde die Asyl anerkennung mit der Begründung, dass die irakische Staatsmacht keine Herrschaftsgewalt mehr habe und somit für die Klägerin keine Gefahr mehr darstelle, widerrufen.
Angesichts der zahlreichen Übergriffe im Irak gerade auf Christen, ist es nach Ansicht des OVG jedoch denkbar, dass diese dort aufgrund ihrer Religion weiter verfolgt würden. Dass diese Bedrohung möglicherweise nicht vom Staat, sondern von Privaten, wie etwa islamischen Terroristen ausgehe, ändere nichts an der möglichen Gefahr. (ddp/ta)