Das beim Hochwasser 2010 schwer beschädigte Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert mit denkmalgeschützter Inneneinrichtung ist fertig renoviert und ab Sonntag wieder geöffnet, wie die Abtei am Dienstag mitteilte.

Bei einem Gottesdienst mit Bischof Heiner Koch wird sie neu eingesegnet, und auch der neue Altar aus schlesischem Marmor - ein Geschenk des Kloster-Freundeskreises - wird geweiht. "Mit der Klosterkirche bekommen die Schwestern das Herzstück ihres Klosters zurück: den Ort, wo Gott unter den Schwestern und allen Menschen wohnt und ihnen nahe ist", sagte Priorin Schwester M. Elisabeth Vaterodt. Während der gut vier Jahre dauernden Arbeiten nutzten sie die "Hofkapelle" in der ehemaligen Brauerei.

Am 7. und 8. August 2010 waren Inneneinrichtung und technische Anlagen über Stunden dem tosenden Wasser der Neiße ausgesetzt, die über die Ufer getreten und ins Klosterareal gelaufen war. Das Wasser stand mehr als zwei Meter hoch in der Kirche. Auf fast 15 Millionen Euro summierten sich die Schäden. Ihre Beseitigung wurde von Bund und Freistaat gefördert. Bis alle Flutschäden behoben sind, wird es nach Angaben der Abtei noch zwei Jahre dauern. Die Kirchweihe sei ein Höhepunkt auf diesem Weg. "Sie ist schöner und angenehmer als vorher."