" Im Haushalt 2013 hatte das Land Brandenburg 938 Millionen Euro aus dem Solidarpakt II erhalten, dies entsprach laut Görke 8,6 Prozent aller Einnahmen des Landes. 2014 werden es 828 Millionen sein, 2019 noch 300 Millionen. "Ich halte es für realistisch, dass uns diese Summe von 300 Millionen Euro auch nach 2020 erhalten bleibt", so Görke. Damit könnten zumindest einige der bislang aus dem Solidarpakt finanzierten Infrastrukturprojekte weiter von diesen Mitteln profitieren. "Sachsen und die anderen ostdeutschen Länder brauchen eine Entwicklungsperspektive nach 2020", sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bereits in seiner Regierungserklärung vor knapp zwei Wochen. Er werde "es nicht zulassen, dass die sicherlich vorhandenen Probleme im Westen Deutschlands zulasten der ostdeutschen Länder gelöst werden". Sachsen liegt seit der Wiedervereinigung auf Platz zwei der Nehmerländer, nach Berlin. 2012 profitierte Sachsen mit Zuweisungen von 961 Millionen Euro vom Länderfinanzausgleich. Seit der Wende flossen 18, 2 Milliarden Euro nach Sachsen. Bei den Verhandlungen für die Neuordnung der Finanzbeziehungen, für die sich am Donnerstag die Ministerpräsidenten in Potsdam treffen, werde Sachsens Stimme "genauso konstruktiv wie deutlich vernehmbar sein", so Tillich.