Bei sächsischen Frauen war die Krebssterblichkeit etwas niedriger als die Bundesquote.

Laut Bundeskrebsregister bestehen für einige wenige Krebsarten nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. So erkranken und sterben Frauen im Westen häufiger an Brustkrebs und an Lungenkrebs als Frauen im Osten. Krebserkrankungen des Magens und der Gebärmutter sind dagegen in den neuen Bundesländern häufiger anzutreffen. Bei den Männern im Osten werden auch häufiger bösartige Tumore im Mund und Rachenbereich festgestellt.

Neben dem bevölkerungsbezogenen Krebsregister, das Häufigkeit und Sterberaten verschiedener Tumorarten erfasst, gibt es ein klinisches Krebsverzeichnis. Berlin und Brandenburg haben im Sommer 2016 erst diese Datenerhebung in einem gemeinsamen Register zusammengefügt. Erfasst werden dabei medizinische Informationen zu Diagnose, Behandlung und Nachsorge.

Ziel dieser Datensammlung ist es, die Qualität der Therapien zu verbessern und damit die Überlebenszeit und Lebensqualität der Patienten zu erhöhen.

Rund 20 Prozent der Brandenburger Krebspatienten werden in Berliner Kliniken behandelt. 60 Prozent leben nach Diagnose noch länger als fünf Jahre.