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| 01:30 Uhr

Opposition zwischen Zustimmung und Ablehnung zu Steinmeier

Liegen in vielen Dingen auf einer Wellenlänge – Frank-Walter Steinmeier hielt im April bei der Vorstellung von Renate Künasts neuestem Buch die Laudatio auf die Autorin. Foto: dpa
Liegen in vielen Dingen auf einer Wellenlänge – Frank-Walter Steinmeier hielt im April bei der Vorstellung von Renate Künasts neuestem Buch die Laudatio auf die Autorin. Foto: dpa FOTO: dpa
Berlin. Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast hat nach dem Parteitag der SPD den neuen Kampfeswillen der Sozialdemokraten gelobt. „Ich bin froh, dass die SPD den Startschuss zum Kämpfen gegeben hat“, sagte Künast am Montag. AFP/ab

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier habe klar festgestellt, dass der Gegner der SPD die Union sei. "Es ist gut, dass sich die SPD wieder um die Mitte der Gesellschaft bemühen will - anders kann sie keine Mehrheiten gewinnen", sagte Künast.Auch der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, äußerte sich insgesamt zufrieden über Steinmeiers Rede. "Es war zwar vieles in der Rede ein Pfeifen im Walde. Aber ich verstehe, dass das die SPD jetzt so machen muss", sagte Bartsch. "Auf der anderen Seite freue ich mich, dass Steinmeier keine Ausfälle gegen die Linke getätigt hat." Bartsch bekräftigte, seine Partei sehe in den Sozialdemokraten nicht länger den Hauptgegner. Dennoch bleibe es dabei, dass ein rot-rotes Bündnis auf Bundesebene nicht gehe, "weil wir in inhaltlichen Positionen zu weit auseinanderliegen". Allerdings könne die Steinmeier-Rede "sehr wohl ein Hinweis sein, dass das in Thüringen, Sachsen und im Saarland anders sein kann."FDP-Bundesvize Cornelia Pieper warf der SPD dagegen ein Glaubwürdigkeitsdefizit vor. "Das Problem der SPD besteht darin, dass sie seit vier Jahren Juniorpartner in der Regierung ist", sagte Pieper dem Blatt. Die Sozialdemokraten und ihr Kanzlerkandidat Steinmeier verstünden nicht, "dass man gegen sich selbst keinen Oppositionswahlkampf machen kann". Deswegen glaube auch niemand in der Bevölkerung Steinmeier und der SPD, was sie versprächen. AFP/ab