Er begründete den Schritt damit, dass die von der rot-roten Koalition beabsichtigten Einsparungen etliche freie Schulen in ihrer Existenz bedrohten. Andere wiederum müssten die Beiträge so stark erhöhen, dass kein freier Zugang mehr gewährleistet wäre und der Schulbesuch vom Einkommen der Eltern abhinge.

Das Bildungsressort soll nach dem Willen der Landesregierung im nächsten Jahr 24 Millionen Euro einsparen, davon knapp fünf Millionen bei den privaten Schulen. Dagegen regt sich seit Bekanntwerden der Pläne heftiger Widerstand. Eine Volksinitiative („Schule in Freiheit“) sammelte mühelos weit mehr als die notwendigen 20 000 Unterschriften, um das Thema auf die Tagesordnung des Landtages zu setzen. Außerdem campieren seit gut einer Woche Eltern und Schüler aus Protest in Sichtweite des Parlaments und wollen dort bis zur Verabschiedung des Landeshaushalts 2012 Mitte Dezember aushalten.

Um das Normenkontrollverfahren gegen das Haushaltsbegleitgesetz einzuleiten, das die Kürzungen beinhaltet, müssen es ein Fünftel der 88 Abgeordnetenunterstützen. Vogel äußerten die Hoffnung, dass sich die Regierung noch eines Besseren besinnt.