Als einer der Erstunterzeichner will CDU-Landeschef Ingo Senftleben an die neu gepflanzte Bittschriften-Linde am Brandenburger Landtag kommen. Die CDU unterstützt gemeinsam mit BVB/Freie Wähler und der nicht im Landtag vertretenen FDP die Initiative, die die Neuordnung der Landkreise verhindern will.

Raik Nowka, der Vorsitzende der CDU Spree-Neiße, sagt zur beginnenden Unterschriftensammlung: "Jetzt kann das Volk entscheiden. Wer ein Problem mit der fantasie- und mutlosen Verwaltungszentralisierung hat, die nur dem Zweck dient, finanzielle Risiken von der Landesregierung auf die Bürger zu übertragen, sollte seine Stimme nutzen." Es sei Opium fürs Volk, wenn SPD und Linke behaupten, für die Menschen im Land werde sich nichts ändern. "Die Landesregierung macht uns als Bürger, unsere Städte und Gemeinden zu Geiseln von Großkreisen, die für die hohen Sozialausgaben der kreisfreien Städte aufkommen müssen", so Nowka. Jeder Euro, der zusätzlich an den Großkreis gezahlt werden müsse, werde vor Ort fehlen, so der Kreisvorsitzende.

Die rot-rote Landesregierung will die derzeit 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte zu neun Regionalverwaltungen zusammenlegen. Nur die Landeshauptstadt Potsdam soll kreisfrei bleiben. Die Initiative befürchtet, dass in den neuen Großkreisen die Bürgernähe verloren geht.

Im ersten Schritt benötigt die Initiative 20 000 Unterschriften. Für ein Volksbegehren wären 80.000 Unterschriften notwendig. Sollte es im nächsten Schritt zu einem Volksentscheid kommen, wären allerdings eine halbe Million Unterstützer notwendig, um die Reform zu kippen. Das ist mindestens ein Viertel der 2,1 Millionen stimmberechtigten Personen im Land Brandenburg.