Erst in den vergangenen Jahren gelang es zunehmend, sich auf gemeinsame politische Ziele zu verständigen. Dazu gehören die Freilassung der politischen Gefangenen, eine neue Verfassung, allgemeine Wahlen und die Machtübergabe an eine neue Regierung.
Die "Nationale Koalitionsregierung der Union von Burma" (NCGUB) wurde im Dezember 1990 von einem Cousin der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gegründet. Vorausgegangen war die Weigerung der Militärs, den Wahlsieg von Aung San Suu Kyis "Nationaler Liga für Demokratie" anzuerkennen. Heute ist Rockville im US-Bundesstaat Maryland Sitz der Exilregierung. Die Exilregierung gründete 1997 das Euro-Birma-Büro in Brüssel. Auch das Büro soll die demokratischen Kräfte innerhalb und außerhalb Birmas inhaltlich koordinieren. Außerdem sollen in Brüssel die Kontakte der Demokratiebewegung zur EU und ihren Mitgliedsländern gepflegt werden.
Von Köln aus setzt sich das Burma Büro für Demokratie und Menschenrechte in der Heimat ein. Die Organisation unterstützt Flüchtlinge und hat nach eigenen Angaben rund 60 Mitglieder. Auch das 1991 von Exil-Birmanen und Deutschen gegründete Burma Projekt in Berlin unterstützt die demokratische Bewegung, es zählt 50 Mitglieder aus verschiedenen Ländern. Ähnliche Organisationen gibt es in vielen anderen europäischen Ländern. Aus Oslo sendet auch der oppositionelle Sender Democratic Voice of Burma. () (dpa/uf)