Am Sonntag war in Kyritz zum 50. Jahrestag der Enteignung das erste Denkmal enthüllt worden.

FDP-Fraktionschef Hans-Peter Goetz betonte: ,,Wenn versucht wird, Geschichte zu beschönigen, ist es Zeit, darauf hinzuweisen, dass es nicht so war." Niemand wolle die Ergebnisse der Bodenreform in Frage stellen, betonte Vogel. Nach der Wende entstandene Großbetriebe dürften nicht in der Substanz gefährdet werden. ,,Wo Wiedergutmachung möglich ist, sollte es aber geschehen", sagte er. Der Fraktionschef von Bündnis 90/Grüne, Axel Vogel, äußerte sich zudem irritiert, dass in Kyritz der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt die Festrede gehalten hatte und nicht ,,Hausherr" Platzeck.

Die Linken-Politiker Kornelia Wehlan und Michael-Egidius Luthardt teilten mit: ,,Es ist richtig, dass der Prozess zur Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR von oben verordnet wurde." Wer aber nur diese Seite betrachte, male schwarz: Noch heute wirtschafteten viele Agrarbetriebe und Genossenschaften, die aus den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften hervorgingen, sehr erfolgreich.