Es sei chronisch unterfinanziert und leide unter massivem Vertrauensverlust zwischen staatlichen Institutionen und Zivilgesellschaft.

In einem Sieben-Punkte-Programm fordert die SPD, die Mittel im Haushalt von 3,8 auf fünf Millionen Euro aufzustocken und einen "Feuerwehrtopf" mit 25 000 Euro einzurichten, um spontane Initiativen gegen Rechts schnell zu unterstützen. "Der Bedarf an Geldern ist sehr viel höher als das Budget", sagte Homann unter Verweis auf 2011 und 2012, wo jeweils weniger als die Hälfte der Antragssummen vergeben werden konnte. Das Papier sieht zudem die Förderung landesweiter Projekte und das Abschaffen der umstrittenen Extremismusklausel vor. "Damit wurde eine Misstrauenskultur geschaffen", kritisierte Homann. Das Innenministerium verwies darauf, dass die Gelder für das Programm im Vergleich zur ursprünglichen Planung gerade erst aufgestockt wurden. 2012 seien Förderanträge im Umfang von rund fünf Millionen Euro eingegangen. Allerdings hätten mehrere Projekte aus qualitativen Gründen und auch deshalb abgelehnt werden müssen, weil sie gar nicht zur Förderrichtlinie passten. "Die behauptete Verunsicherung ist nicht nachvollziehbar, es gibt keinen Rückgang der Anträge und keine Verweigerungen wegen der Demokratieerklärung. Diese hat sich vielmehr bewährt", sagte Ministeriumssprecher Frank Wend.

"Weltoffenes Sachsen" wurde 2005 auf Druck der SPD gestartet, die zu dieser Zeit noch zusammen mit der CDU in Sachsen regierte. Grund für den Programmstart war der Einzug der rechtsextremen NPD in den Landtag. Mit den Fördergeldern werden Initiativen unterstützt, die sich aktiv für Demokratie und Toleranz einsetzen.