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| 17:18 Uhr

Online-Shop „Migrantenschreck“ vertrieb illegale Schusswaffen

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Berlin. Über einen inzwischen nicht mehr zugänglichen Online-Shop namens „Migrantenschreck“ sind nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft verbotene Schusswaffen verkauft worden. Das habe eine Überprüfung ergeben, sagte Behördensprecher Martin Steltner am Donnerstag auf Anfrage. dpa

„Zeit Online“ hatte berichtet, dass auf der Seite seit Mai 2015 mehr als 300 Schreckschusswaffen bestellt worden seien. Diese Details wollte Steltner nicht kommentieren.

Dem Medienbericht zufolge gab es Durchsuchungen bei mutmaßlichen Kunden der Webseite in mehreren Bundesländern - rund 40 Waffen seien gefunden worden. Den Angaben nach verschießen sie Hartgummigeschosse, die Menschen verletzen, unter Umständen aber auch töten können, hieß es. Die letzte Bestellung datiere vom 24. Januar.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte bereits Anfang Dezember Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Seiten-Betreiber, einen Mann aus Thüringen, bestätigt. Ihm werden Waffenhandel, Volksverhetzung, Bedrohung und Nötigung vorgeworfen. Er wird dem rechten Spektrum zugeordnet und soll sich nicht mehr in Deutschland aufhalten. Eine Spur hatte etwa nach Ungarn geführt. Unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen wollte Steltner sich nicht weiter dazu äußern.