Für die Vorsitzende des Brandenburger Seniorenrates Prof. Sieglinde Heppener bildet das Ehrenamt das Rückgrat für Aktivitäten im Seniorenbereich. "Ohne das Engagement der Älteren für sich selbst wäre eine Vielzahl von Aktivitäten gar nicht möglich", betont die 81-jährige Landeschefin gegenüber der RUNDSCHAU. Zugleich verweist sie auf 180 ehrenamtlich tätige Seniorenbeiräte im ganzen Land.

Zudem würden die Belange älterer Menschen in der Landespolitik zunehmend mehr Raum einnehmen. So sei nach Kritik des Seniorenrates an seniorenpolitischen Leitlinien der Landesregierung im Jahre 2009 ein projektbezogenes, kontrollierbares Maßnahmepaket erarbeitet worden.

Nach Heppeners Angaben seien alle Ministerien in die Seniorenpolitik einbezogen. Es gebe eine projektbezogene Finanzierung. Für den Doppelhaushalt der Jahre 2017/18 sollen 850 000 Euro eingeplant werden. "Seniorenpolitik begreifen wir als Politik des aktiven Alterns", sagt Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke). Es gehe darum, "eine aktive Teilhabe von Senioren zu ermöglichen und zu fördern".

Sachsens Staatsministerin für Soziales Barbara Klepsch (CDU) verweist auf ein Projekt im Freistaat, in dem zurzeit rund 1000 Personen als Alltagsbegleiter gewonnen werden konnten. Sie wurden zur Hilfe und Unterstützung an Senioren vermittelt.

Die RUNDSCHAU hat sich bei Ehrenamtler Jürgen Noack und Senioren aus Lauchhammer, Schwarzheide sowie Finsterwalde im Club in Kostebrau (Oberspreewald-Lausitz) umgesehen.