Zudem stellte sich die Kirche an die Seite von Satirikern, die über Religionen spotten: "Weil Religion in Deutschland nicht Privatsache ist, sondern der Staat des Grundgesetzes offen für die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen ist, müssen deren Anhänger auch Kritik ertragen." Der säkulare Staat kenne kein Blasphemieverbot und kein religiöses Bilderverbot.

Während ihrer Tagung in der Berliner Bartholomäuskirche wählten die 114 Kirchenparlamentarier zudem eine neue Kirchenleitung. Dem ehrenamtlich tätigen Gremium, das die Kirche zwischen den Tagungen der Landessynode repräsentiert, gehören aus der Lausitz neben dem Görlitzer Generalsuperintendenten Martin Herche der Gubener Ingenieur Matthias Bärmann sowie der Amtsdirektor des Amtes Unterspreewald, Jens-Hermann Kleine, an. Kleine, der auch Mitglied der Kreissynode des Kirchenkreises Niederlausitz ist und sich seit seiner Jugend in der Kirche engagiert, sagte gegenüber der RUNDSCHAU, er wolle sich auch in der Kirche für das Subsidiaritätsprinzip einsetzen. Kleine Gemeinden sollte man erhalten und über alle Dinge selbst entscheiden lassen, "die sie noch entscheiden können." Auch der bisherige Präses der Synode, Andreas Böer, der sein Amt am Donnerstag an die Berliner Agrarwissenschaftlerin Sigrun Neuwerth abgeben musste, wurde erneut in die Kirchenleitung gewählt. Die Luckauer Studienrätin Renate Nowotnick ist weiterhin stellvertretende Vorsitzende der Synode.