Die russischen Öllieferungen über die „Freundschafts“- Pipeline Druschba zur Raffinerie PCK in Schwedt sind nach einem Tag Unterbrechung wieder aufgenommen worden. „Die Pipeline wurde am Freitag geschlossen und am Samstag wieder geöffnet“, sagte eine Sprecherin des Energiekonzerns Shell am Dienstag. „Die Raffinerie läuft wieder im Normalbetrieb.“ Weiter wollte sich die Sprecherin nicht dazu äußern. Zuvor hatten RUNDSCHAU; MOZ und „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Am Freitag hatte ein Shell-Sprecher erklärt, wie schon im April habe man eine nicht erklärbare Konzentration organischen Chlorids im angelieferten Rohöl festgestellt. Der Stoff richtet Schaden in den Raffinerien an. Auch im Frühjahr war die Versorgung vorübergehend gestoppt worden.

Im PCK Schwedt werden jährlich zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet – zu Diesel, Benzin, Kerosin, Flüssiggas, Heizölen und Bitumen. 1200 Mitarbeiter werden dort beschäftigt. Gesellschafter sind Rosneft Deutschland, Shell Deutschland und die AET-Raffineriebeteiligungs-Gesellschaft. Die Pipeline beliefert neben der Raffinerie PCK Schwedt auch die Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt).

Rätselraten über die erneute Verschmutzung des Rohstoffs PCK stoppt Verarbeitung von Öl aus der Druschba-Pipeline

Schwedt