Damit sollen die Insolvenz verhindert und rund 16 Arbeitsplätze erhalten werden. Am 28. März ist die Saisoneröffnung 2009 geplant. Tafelsilber geht verloren "Die Verkaufsentscheidung fällt uns allen sehr schwer. Wir geben praktisch unser Tafelsilber aus der Hand", sagt Drichelt, der schon als Schuljunge zu schnitzen und zu basteln begann. Die Vorväter vom Krippenverein hätten vor fast 100 Jahren den Grundstein für das 1933 gegründete "Klein-Erzgebirge" gelegt. Der Verkauf der Häuser sei keine schöne Sache, aber die einzige Chance zur Rettung. Die beschauliche Anlage mit erzgebirgstypischen Bauten im Maßstab 1:25 sieht sich zunehmendem Besucherschwund gegenüber. Um die 100 000 Gäste pro Jahr wären für ein ausgeglichenes Ergebnis notwendig. Im vergangenen Jahr waren es nur rund 73 000. "Unser Jubiläumsjahr 2008 war mit minus 6,5 Prozent besonders schlecht. Das ging schon mit dem verschneiten Saisonbeginn zu Ostern los", erinnert sich Drichelt. Seien früher bis zu 13 000 Besucher zum Auftakt gekommen, war es im vergangenen Jahr gerade mal ein Zehntel davon. Neben der demografischen Entwicklung mit immer weniger Kindern und Einwohnerrückgang in Sachsen schlage sich auch die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Statistik nieder. Außerdem habe das "Klein-Erzgebirge" noch Schulden vom teurer gewordenen Bau seiner Gaststätte. Fördergelder blieben aus Der Parkchef moniert aber auch das Ausbleiben von Fördergeldern, die bisher den Bestand der Anlage wesentlich mit gesichert hatten. "Eine Einrichtung wie unsere ist Kultur und Tradition. So etwas trägt sich nie selber", unterstreicht er. Vom Kulturraum Mittelsachsen kamen laut Drichelt 2007 und 2008 jeweils 25 000 Euro. Das habe schon nicht gereicht, aber für dieses Jahr sei gar nichts zu erwarten. Andere Finanzierungsquellen hätten nicht erschlossen werden können. Wenigstens wird Geld durch den Bau von Modellen und die Gestaltung von Ausstellungen eingenommen. So war die Miniatur von Schloss Moritzburg schon in New York, und Ende 2008 begeisterten in Oederan gebaute Objekte aus der Bodenseeregion auf einer Schau in Konstanz die Besucher. Der Erhalt vieler Bauten wird durch Patenschaften unterstützt. Er hätte sich noch mal eine Lösung wie 2003 gewünscht, sagt Drichelt. Nach einem totalen Einbruch im Hochwassersommer 2002 habe das "Klein-Erzgebirge" schon mal eine lange Durststrecke durchzustehen gehabt. Ein Sanierungskonzept unter Mitwirkung der Stadt und des damaligen Landkreises Freiberg habe damals geholfen.