Kreise und kreisfreie Städte sollen im ersten Quartal des nächsten Jahres Vorschläge für die Standorte erarbeiten. Zudem werden künftig fünf Regionalleitstellen die Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten koordinieren (die RUNDSCHAU berichtete). Sie lösen die bisherigen 17 integrierten Leitstellen der Landkreise und kreisfreien Städte ab.
Nach Auskunft des Ministeriums sind von den kommunalen Trägern keine Entlassungen vorgesehen, die Mitarbeiter verstärken die Regionalleitstellen oder werden mit anderen Aufgaben betraut. Die Regionalleitstellen sollen in Cottbus, Frankfurt (Oder), Eberswalde, Brandenburg/Havel und Potsdam angesiedelt sein. Mit der Entscheidung schafft Brandenburg nach den Worten von Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) wichtige Voraussetzungen für einen wirksamen Brand- und Katastrophenschutz in den nächsten Jahren. Das Land wird künftig den kommunalen Brandschutz mit jährlich neun Millionen Euro unterstützen; etwa fünf Millionen Euro sollen in die Stützpunktfeuerwehren fließen.
Das Geld muss nach Ansicht des Landesfeuerwehrverbandes vor allem für moderne Technik ausgegeben werden. Nach Ministeriumsangaben gibt es in Brandenburg rund 1990 Ortsfeuerwehren mit über 48 000 Kräften sowie fünf Berufsfeuerwehren mit 505 Kameraden. Dazu kämen etwa 600 weitere hauptamtliche Feuerwehrleute. Die Zahl der Angehörigen in den Jugendfeuerwehren sei zwischen 2001 und 2005 um mehr als 4000 auf 11 383 Mitglieder gesunken.
Schönbohm betonte: "Es ist kein Geheimnis, dass uns zunehmend Nachwuchs fehlt und wir Probleme haben, die Tagesbereitschaften zu gewährleisten. Mit den Stützpunktfeuerwehren bündeln wir vorhandene Einsatzkapazitäten und gewährleisten so notwendige Bereitschaften und mit entsprechender Ausstattung auch überörtliche Einsätze." (dpa/ab)