Nach fünfeinhalb Monaten mit guter Resonanz ist Sachsens 6. Landesgartenschau am Sonntag in Löbau (Landkreis Görlitz) zu Ende gegangen. Rund 475 000 Besucher folgten seit Ende April dem Ausstellungsmotto und gingen "Auf kurzem Weg ins Grüne", teilten die Veranstalter mit. "Wir haben die Gewissheit, dass uns die grüne Oase zwischen Altstadt und Löbauer Berg erhalten bleibt", erklärte der Oberbürgermeister der Gastgeberstadt, Dietmar Buchholz (parteilos), zum Abschluss.

Das etwa 20 Hektar große Gelände soll künftig als Naherholungsgebiet und Veranstaltungspark dienen. Den Staffelstab übernahm Oelsnitz im Erzgebirge. Die Stadt richtet 2015 die nächste Landesgartenschau auf dem Areal eines einstigen Güterbahnhofs aus.

Das Programm auf dem gesamten Gartenschaugelände in Löbau bot an 170 Tagen mehr als 900 Veranstaltungen, etwa in der neu errichteten Messehalle, im Grünen Klassenzimmer und in der Weidenkirche. Im sanierten Gebäude des früheren Zuckerlagers waren 14 Hallenschauen zu sehen. Rund 150 Aussteller aus ganz Sachsen zeigten ihr floristisches Können in der Blumenhalle. Die Veranstalter hatten mit 220 000 verkauften Eintrittskarten gerechnet. Tatsächlich fanden rund 284 000 Tickets Absatz, darunter etwa 8600 Dauerkarten.

Den größten Ansturm gab es am 3. Oktober, als bei herrlichem Herbstwetter mehr als 9000 Gäste auf das Gelände kamen. Nach Ausstellungsende verwandelt sich das Areal zunächst wieder in eine Baustelle. Auf den Wechselflorbeeten mit 4000 Quadratmetern Fläche soll bis Ende des Jahres die Bepflanzung verschwunden sein. Außerdem werden Verkaufspavillons und Toilettencontainer abgebaut.

Landesgartenschauen finden in Sachsen seit dem Jahr 1996 statt. Vor Löbau hatten Lichtenstein, Zittau, Großenhain, Oschatz und Reichenbach im Vogtland die Freiluft-Ausstellungen ausgerichtet.

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In Löbau waren die Flächen einer früheren Zuckerfabrik und eines ehemaligen Textilbetriebes für die Landesgartenschau neu gestaltet worden – für mehr als acht Millionen Euro. Etwa fünf Millionen Euro kamen nach Angaben der Veranstalter für den laufenden Ausstellungsbetrieb hinzu. dpa