Bisher konnte der 51-Jährige stets aus dem Hintergrund agieren, doch nun muss er ins Rampenlicht treten, um sich mit Ole von Beust zu messen - keine leichte Aufgabe für den als nüchtern und bisweilen dröge geltenden Sozialdemokraten.
Der in Paris geborene Diplomatensohn hatte sich seine ersten Sporen im Umfeld von Willy Brandt verdient, ehe er sich von 1991 an unter Henning Voscherau in Hamburg hochdiente. Dabei machte er sich dadurch einen Namen, dass er bei der Befriedung der jahrelang umkämpften Hafenstraßen-Häuser mitwirkte.
Seine Position an der Spitze der Hamburger Sozialdemokraten gilt erst seit kurzem als sicher. Denn der Unternehmensberater, der sich stets aus den internen Grabenkämpfen herausgehalten hatte, erhielt erst vor knapp zwei Jahren eine Parteibasis nach seiner "Adoption" durch den SPD-Kreis Wandsbek. (dpa/roe)