die Befürchtung aufkommen, zumal sich lange Zeit kein Gegenkandidat fand.
Doch jetzt streichen die Rechtsextremisten die Segel: Bis zum offiziellen Meldeschluss hat die Partei keinen Kandidaten für die Wahl am 23. April nominiert. Stattdessen stellen sich zwei Wirte aus Schöna und eine Frau aus Kleingießhübel (alle parteilos) zur Wahl. Die etablierten Parteien sind nicht dabei.
NPD-intern sorgt der Rückzieher der Ortsgruppe jedoch für Ärger. "Wir bedauern den Verzicht der Mitglieder vor Ort, denn wir hätten mehr als 20 Prozent bekommen", sagt Landessprecher Matthias Paul. Der als Favorit geltende Gemeinderat und Klempnermeister Michael Jacobi sei jedoch nicht angetreten, da er gewusst habe, dass ein NPD-Bürgermeister mehr Nachteile als Vorteile für Reinhardtsdorf-Schöna gebracht hätte. Paul räumt ein: "Der Ort wäre von allen Seiten blockiert worden." Mitte März hatte indes ein Großteil der Wähler einen NPD-Bürgerentscheid unterstützt, der sich gegen eine Fusion mit Bad Schandau richtete.