Nach Recherchen der RUNDSCHAU versuchen Rechtsextremisten in der Lausitz, Demonstrationen zu beeinflussen. Dabei haben Funktionäre der rechtsextremen Partei NPD nun fremdenfeindliche Aufmärsche in Cottbus im Blick. In Ostsachsen hat der sächsische Verfassungsschutz beobachtet, dass Rechtsextremisten auch bei nicht von ihnen selbst organisierten Protesten Reden halten.

Für eine Anti-Asyl-Demo am morgigen Freitag in Cottbus hat ein Anmelder, der nicht zum rechtsextremen Spektrum gehört, 800 Teilnehmer angekündigt.

Die RUNDSCHAU hat die in den Landtagen Sachsens und Brandenburgs vertretenen Parteien - das sind SPD, CDU, Linke, Grüne, Freie Wähler und AfD - zu ihrer Haltung in der Flüchtlingspolitik befragt. Der Großteil der Parteien ist dafür, die Flüchtlingskrise von Europa als Ganzes lösen zu lassen und spricht sich für eine menschenwürdige Aufnahme der Asylsuchenden aus. Die Vertreter der AfD fordern als Einzige sofortige Grenzkontrollen in Deutschland.

Solche Forderungen erheben auch Teilnehmer der fremdenfeindlichen Pegida-Demos. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dresden zeigt, dass zwölf Prozent der Einwohner Dresdens den Pegida-Positionen zustimmen. Die Mehrheit der Befragten zeige Verständnis für Asylsuchende, sagte Studienleiter Stefan Fehser. Jeder fünfte Teilnehmer äußere aber deutliche Abneigung gegen Asylbewerber.

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