Sie beteilige sich nicht an "einseitigen Sühnebekenntnissen", begründete Fraktionschef Holger Apfel die Entscheidung und sprach von "Schuldkomplexen". Die NPD hält es für geboten, im gleichen Atemzug auch an die deutschen Opfer von Flucht und Vertreibung zu erinnern. Bereits vor einem Jahr hatte die NPD im Landtag das Gedenken an die Opfer der Nazi-Herrschaft verweigert und damit für einen Eklat gesorgt.
Die Reise nach Auschwitz hatte Landtagspräsident Erich Iltgen am Montag beim Neujahrsempfang des Parlaments vorgeschlagen (die RUNDSCHAU berichtete). Er hoffe, dass sich daran Abgeordnete aller sechs Landtagsfraktionen beteiligen, sagte er. Gleiches gelte für die Veranstaltung des Landtags am 27. Januar - dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Er wird in Deutschland als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. "Wer einmal dort war, wird die Gräueltaten der Nazis nicht leugnen können", sagte Iltgen. (dpa/mb)