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| 02:42 Uhr

Noten erst ab der dritten Klasse

Potsdam. Brandenburgs Schüler der 1. und 2. dpa/roe

Klasse sollen zukünftig verpflichtend keine Noten mehr bekommen. Stattdessen werde es flächendeckend eine schriftliche Leistungsbeurteilung geben, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag in Potsdam. Das rot-rote Landeskabinett beschloss eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes, der der Landtag noch zustimmen muss.

Mit der Neuregelung soll verhindert werden, dass in den Flex-Klassen - zusammengefasste Klassen aus 1. und 2. Jahrgangsstufe - die einen Schüler Zeugnisse mit Noten bekommen und die anderen ohne. Bislang können Elternversammlungen und Klassenkonferenzen schriftliche Beurteilungen freiwillig einführen.

Mit der Gesetzesänderung sollen auch die Einsatzmöglichkeiten für pädagogische Helfer im Unterricht deutlich erweitert werden. Sie dürfen nicht nur an Förderschulen, sondern künftig auch an Grundschulen eingesetzt werden, die gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf anbieten.

Auch eine neue Schulbezeichnung soll im Gesetz verankert werden: die Schulzentren. Dabei handelt es sich um bereits existierende Zusammenschlüsse von Grundschulen mit Ober- oder Gesamtschulen - mit gemeinsamem Leiter und Konzept. Es werde weder eine neue Schulform noch ein neuer Abschluss geschaffen, betonte Bildungsminister Baaske. Es gibt bereits 36 solcher Zusammenschlüsse im Land.

Aus den Reihen der Linken kamen prompt Vorschläge für Änderungen des rot-roten Gesetzentwurfs: Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion des Koalitionspartners, Kathrin Dannenberg, kündigte an, sich im Landtag dafür einsetzen zu wollen, dass weiterführende Schulen im ländlichen Raum auch als Schulen mit nur einer Klasse pro Jahrgang weiterexistieren können. Zudem solle die Demokratie an Schulen gestärkt werden.