18 Jahre nach der Einführung eines neuen Kalenders in Nordkorea hat Kim Jong Un die Uhren des Landes um eine halbe Stunde zurückdrehen lassen. Seit Mitternacht gelte die "Pjöngjang-Zeit" als neue Standardzeit, berichteten die staatlichen Medien des weithin abgeschotteten Landes am Samstag.

Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte 1997 eine eigene Zeitrechnung eingeführt, die nach der Staatsideologie Juche bezeichnet wird. Der nordkoreanische Kalender beginnt 1912, mit dem Geburtsjahr des früheren Staatschefs Kim Il Sung, dem Großvater von Kim Jong Un. Das Regime zählt 2015 als Juche 104.

Südkorea hatte von 1954 bis 1961 die Uhren selbst um 30 Minuten auf seine eigene Zeit zurückgedreht, die vor der Kolonialzeit koreanische Normalzeit war. 1961 wurde dies aus praktischen Gründen wieder rückgängig gemacht.