Der Zwang zur Bündelung und zu mehr Kooperation ergebe sich aus der Notwendigkeit, trotz weniger Ressourcen geforderte amtliche Untersuchungsleistungen zu erbringen, sagte der Minister gestern in Frankfurt (Oder) bei einem Besuch des Landeslabors.
Im dortigen Labor sind Ressort übergreifend seit 1. Januar 2004 der Verbraucherschutz, die Futtermittelkontrolle sowie Umweltanalysen und Gefahrenabwehr gebündelt. Im Jahr 2004 wurden 60 000 Tierproben untersucht und dabei vier BSE-Fälle festgestellt. Daneben werden verschiedenste Lebens- und Futtermittel untersucht sowie Analysen für den Katastrophenschutz und die Terrorismusabwehr angefertigt.
"Durch die Gründung des Landeslabors wurde auch ein Beitrag zur Konsolidierung des Landeshaushalts erbracht", sagte der Minister. So werden zum Beispiel alle BSE-Tests im Landeslabor durchgeführt. Es gebe Synergieeffekte und eine stärkere Kostentransparenz. Im Landeslabor sind den Angaben zufolge rund 370 Mitarbeiter tätig, davon etwa 200 in der Oderstadt. Mit der Bildung eines integrierten Untersuchungsamtes gehöre Brandenburg zu den Vorreitern für viele Bundesländer, hieß es.
Nach einem Jahr sei die Startphase nun abgeschlossen. Künftig könne deshalb der Schwerpunkt auf eine länder übergreifende Zusammenarbeit staatlicher Kontrolllaboratorien gelegt werden. Dadurch ergebe sich weiteres Synergiepotenzial. An dem Laborverbund werden sich neben Brandenburg die Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen sowie die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein beteiligen. (dpa/kr)