In der Haftanstalt hatten vor der Abschiebung stehende Ausländer vor gut einer Woche einen Hungerstreik begonnen. Sie wollten damit gegen die ihrer Meinung nach schlechte Behandlung von Flüchtlingen in Deutschland protestieren. Wegen Erschöpfung waren vier Männer ins Krankenhaus gebracht worden. Zwei Georgier sind inzwischen wieder in der Abschiebehaftanstalt zurück. Die beiden hätten wie am Wochenende auch Essen abgeholt, sagte die Ministeriumssprecherin. Unklar blieb zunächst, ob der Hungerstreik beendet ist oder nicht.

Die Abschiebehaftanstalt befindet sich mit der zentralen Anlaufstelle zur Erstaufnahme von Asylbewerbern im Land Brandenburg auf einem Gelände. Von den 100 Plätzen im Abschiebegefängnis sind derzeit 20 belegt. Im Gegensatz dazu platzt das Aufnahmeheim aus allen Nähten. Dort mussten Container aufgestellt werden, um die derzeit rund 700 Ausländer alle unterbringen zu können.