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| 02:39 Uhr

Noch mehr Geld auf der hohen Kante

Frankfurt/Main. Bargeld, Bankeinlagen und Versicherungen stehen bei den Bundesbürgern weiter hoch im Kurs. Trotz der niedrigen Zinsen ist das Geldvermögen der privaten Haushalte wieder kräftig gestiegen. dpa/sm

Das Geldvermögen der Bundesbürger ist trotz des Zinstiefs auf ein Rekordhoch gestiegen. Wertzuwächse bei Aktien und Investmentfonds ließen das Vermögen der privaten Haushalte zum Ende des dritten Quartals 2016 deutlich um 76 Milliarden Euro oder 5,478 Billionen Euro klettern, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte.

Darunter waren den Angaben zufolge allein gut 33 Milliarden Euro Bewertungsgewinne, insbesondere bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Die Bundesbank berücksichtigt für die Auswertung Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen sowie Ansprüche an Versicherungen.

Dank des robusten Arbeitsmarktes und steigender Reallöhne konnten viele Menschen mehr Geld auf die hohe Kante legen. Hoch im Kurs stehen bei den Bundesbürgern weiter als risikoarm wahrgenommene Anlagen. Unter dem Strich flossen der Bundesbank zufolge im dritten Quartal 20 Milliarden Euro in Bargeld und Bankeinlagen sowie in Versicherungen und Pensionseinrichtungen (19 Milliarden Euro).

Aus Spareinlagen zogen die privaten Haushalte dagegen Geld ab. Seit die Europäische Zentralbank im Kampf gegen die niedrige Inflation die Zinsen praktisch abgeschafft hat, werfen Sparbuch und Co. kaum noch etwas ab.

Nach Angaben der Bundesbank engagierten sich die als eher börsenscheu geltenden Deutschen vergleichsweise stark am Kapitalmarkt. Allerdings setzten sie vor allem auf Investmentfonds, insbesondere Aktien- und Immobilienfonds.

Zugleich nutzten die Bundesbürger die niedrigen Zinsen, um sich günstig Kredite zu verschaffen - vor allem für den Wohnungsbau, aber auch für den Konsum. Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen um ein Prozent auf 1,662 Billionen Euro.