Im vergangenen Jahr wussten die Juroren bei der Verkündung von drei Preisträgern nicht, dass einer von ihnen tot war. Der US-Immunologe Ralph Steinman war drei Tage zuvor gestorben. Er wurde trotz anderslautender Regeln posthum geehrt.

Am Dienstag und Mittwoch folgen die Bekanntgaben der Preisträger für Physik und Chemie über die die Königliche Wissenschaftsakademie Schwedens entscheidet.

Am Freitag verkündet das norwegische Nobelkomitee in Oslo den Träger des Friedensnobelpreises. Er ging 2011 an die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und die ebenfalls aus dem westafrikanischen Land stammende Menschenrechtlerin Leymah Gbowee. Zudem wurde die Journalistin Tawakkul Karman aus Jemen damit ausgezeichnet.

Offen blieb auch am Wochenende noch, ob die Schwedische Akademie an diesem Donnerstag oder eine Woche später ihre Entscheidung über den Literaturnobelpreis mitteilt. Im vergangenen Jahr wurde der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer damit ausgezeichnet.

Seit 1901 haben Alles in Allem 853 Preisträger den Nobelpreis bekommen, davon waren 20 Organisationen. Die Dotierung ist in diesem Jahr um 20 Prozent gekürzt, auf acht Millionen Kronen (930 000 Euro). Die Nobelstiftung begründete den Schritt im Sommer mit knapperen Ressourcen im Gefolge der Finanzkrise. Alle Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht.

Der Preis für Wirtschaftswissenschaft wird als letzter der Auszeichnungen am 15. Oktober (Montag) bekannt gegeben. Er gilt als nicht ganz "vollwertiger" Nobelpreis, weil er nicht wie die anderen fünf Preise auf das Testament des schwedischen Dynamit-Erfinders und Unternehmers Alfred Nobel zurückgeht.