Drei Frauen werden in diesem Jahr für ihren Einsatz für die Lösung von Konflikten mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotierte Auszeichnung geht an Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee aus Liberia sowie Tawakkul Karman aus dem Jemen.

Das Nobel-Komitee stellte am Freitag in Oslo ihr gewaltloses Engagement für die Sicherheit und die Rechte von Frauen heraus. Nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstreicht die Ehrung die fundamentale Rolle von Frauen im Kampf für Frieden, Entwicklung und Menschenrechte. Der Preis wird am 10. Dezember in Oslo verliehen. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), der seit Jahren als Preisträger gehandelt wird, ging wieder einmal leer aus.

Prominenteste Preisträgerin ist die Staatspräsidentin von Liberia, Ellen Johnson-Sirleaf (72). Sie wurde 2006 zum ersten weiblichen Staatsoberhaupt Afrikas gewählt und setzt sich in dem von einem langen Bürgerkrieg zerrütteten Land für Frauen ein. Die ebenfalls aus Liberia kommende Preisträgerin Leymah Gbowee (39) mobilisierte Frauen zum friedlichen Protest gegen Ex-Diktator Charles Taylor.

Als erste arabische Frau erhält die jemenitische Journalistin und Menschenrechtlerin Tawakkul Karman (32) den Friedensnobelpreis. Sie gehört zu den Anführerinnen der Proteste gegen den autoritären Präsidenten Ali Abdullah Saleh.

Die Auszeichnung der drei Preisträgerinnen wurde weltweit mit Zustimmung aufgenommen. UN-Generalsekretär Ban sprach in New York von einem klaren Zeichen gegen die Diskriminierung von Frauen.

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