Als hinzugerufene Bundespolizisten den Fahrgast auf dem Bahnsteig in Empfang nahmen, standen sie einem "waschechten" Ninja gegenüber.

Bei dem Fahrgast handelt es sich um einen 34-jährigen Australier. Der von der Kapuze bis zu den Schuhen in schwarz gekleidete Mann hatte zwei vermeintliche Ninjaschwerter in Transporthüllen gekreuzt auf dem Rücken getragen. In dieser Aufmachung war er mehrfach durch den Zug gelaufen. Bei näherer Betrachtung durch die Beamten, erwiesen sich die angeblichen Waffen allerdings als zwei Regenschirme.

Auf Nachfrage der Bundespolizisten gab der Ninjakämpfer an, dass er Teil eines großen Spieles mit dem Namen "Wahrheit oder Pflicht" sei. Dabei bekämen die einzelnen Spieler Aufgaben erteilt, die erfüllt werden müssten. So habe er vorher ein Auto nach Budapest gefahren und dort die neue Aufgabe erhalten, als Ninja in seinen deutschen Wohnort zuzukehren um anschließend auf einem gleichnamigen Motorrad durch seine Heimatstadt zu fahren.

Die Beamten baten den "Ninja" in Zukunft bei seiner Kleiderwahl weniger martialisch zu erscheinen.