Konkrete Folgen hat das vor allem für den Umgang mit dem Thema Braunkohle - das angeblich zu geringe Engagement der Fraktion an dieser Stelle war im Oktober von Niels als Grund für ihren Austritt benannt worden. "Wir haben uns schon immer gegen neue Tagebaue engagiert, wollen das jetzt aber noch verstärken", so Vogel. Die bisher schon für die Lausitz zuständige Abgeordnete Sabine Niels wird deswegen künftig offiziell Sprecherin für Bergrecht und Bodenschätze ihrer Fraktion sein. In der verbleibenden Legislaturperiode will die Fraktion noch Gesetzesinitiativen zugunsten von Menschen, die von Rutschungen an Tagebaurändern betroffen sind, und zum Ausschluss von Kohlendioxid-Verpressungen in Brandenburg in den Landtag einbringen.

Niels erklärte, dass auch sie selbst feststellen musste, dass sich die eigene Tätigkeit in der Region nicht im vollen Umfang im Landtag widerspiegele. Um die Kommunikation in der nun wieder fünfköpfigen Fraktion zu verbessern, soll es deswegen auch eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe zu den Themen Kohle und Wirtschaft geben, an der neben Niels der Fraktionsvorsitzende Axel Vogel und der umweltpolitische Sprecher Michael Jungclaus teilnehmen werden - immerhin die Mehrheit der Fraktion.