Bei der Landesdirektion Chemnitz sei ein "ziemlich umfangreiches Schreiben" eingegangen, das jetzt geprüft werde, sagte Behördensprecher Olaf Weiß gestern. Zum Inhalt könne noch nichts gesagt werden. Gegen die Politikerin war ein Disziplinarverfahren eröffnet worden, weil es etwa nach Auffassung des Landesrechnungshofs im Rathaus von Hartmannsdorf finanzielle Ungereimtheiten gegeben hatte. Gegen Nicolaus lief bereits im Januar ein Disziplinarverfahren, nachdem sie vom Amtsgericht Zwickau im November 2007 wegen Betrugs beim Umgang mit Fördergeldern nach der Flut 2002 zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Damals wurde sie als Bürgermeisterin suspendiert. Das Verfahren wurde nach ihrem Rücktritt im April eingestellt. Nach der Wiederwahl als Bürgermeisterin und der Amtsübernahme am 1. August wurde das Verfahren von der Landesdirektion Chemnitz wieder aufgenommen. Hinzu kommen diesmal noch die Vorwürfe wegen Untreue. So sollen etwa bei Telefon- und Reisekostenabrechnungen Unstimmigkeiten festgestellt worden sein. dpa/das