Und in absoluten Stimmen betrachtet, hatten beide Kandidaten in der zweiten Runde fast keinen Zuwachs zu verzeichnen.

Was wieder einmal deutlich macht: Das Brandenburger System der Landratswahl funktioniert so nicht. Denn erstens interessieren sich die Bürger nicht für eine Direktwahl ihres Hauptverwaltungsbeamten. Und wenn sie es zweitens doch tun, bleiben sie ihrem politischen Favoriten treu. Man schwenkt nicht einfach um, nur weil der Bewerber der eigenen Partei nicht mehr zur Wahl steht.

Weswegen es sich lohnen könnte, einmal darüber nachzudenken, ob das Kommunalwahlrecht nicht so geändert werden sollte, dass die Entscheidung auf jeden Fall im ersten Wahlgang fällt.

Für die Wahl im Kreistag allerdings sei den Oberhavelern empfohlen, sich nach völlig neuen Kandidaten umzusehen. Denn ein Ergebnis hat sonst auch nach der Wahl im Kreistag Bestand: Eine überzeugende Mehrheit hat der Gewinner nicht hinter sich.