Es geht um Fluglärm, Rentenalter, Weltpolitik und manchmal auch nur um ein neues Windrad um die Ecke. Das macht Demokratie lebendig.

Besonders erfreulich ist es, wenn junge Menschen auf die Straße gehen, um sich in die Politik einzumischen. Das ist vor zwei Tagen bundesweit geschehen, als Studenten und Schüler für bessere Bildung demonstrierten.

Einige bildungshungrige Jugendliche haben dabei gleich noch den Nachweis mitgeliefert, wie berechtigt ihre Forderung ist. „Nehmt die Griffeln von unserer Bildung“, lautete die Parole auf einem selbst gemalten Plakat, mit dem Schüler vergnügt durch die Berliner Innenstadt zogen.

Nun ist „Griffel“ sicherlich ein etwas ungewöhnliches Wort. Und die Unterscheidung zwischen dem dritten und vierten Fall im Deutschen ist bekanntermaßen „nicht jeden seine Sache“. Schon im Uralt-Musical „My Fair Lady“ fragte Professor Higgins besorgt: „Kann denn die Kinder keiner lehren, wie man spricht?“ Die Antwort darauf lautet offensichtlich noch immer: nein. Und da hilft wirklich nur eins, bessere Bildung.