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Neustart für die Energiewende?

Partner bei der Energiewende?
Partner bei der Energiewende? FOTO: dpa
Leipzig. Beim Ostdeutschen Energieforum waren sich auch die Regierungspolitiker von CDU und SPD einig. Tenor: Die Braunkohle braucht mittelfristig eine Bestandsgarantie – und soll auch Teil der Energiewende bleiben. Christine Keilholz

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beklagte, dass es in der Energiewende bislang an einem politischen Plan fehle. "Wir haben bei den erneuerbaren Energien nach wie vor überwiegend unzuverlässige Energieträger", sagte Woidke vor knapp 400 geladenen Gästen aus Energiebranche, Unternehmen und Wissenschaft.

Sein Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), forderte mehr Realismus in der Energiedebatte. Dazu gehöre, dass "hier in Ostdeutschland die Braunkohle bis 2050 dazugehört". Umweltschutz müsse technisch realisierbar sein, erklärte Sachsen Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Die Grenzwerte, die die Europäische Kommission für den Austoß von Kohlendioxid beschlossen habe, "gehen über die technischen Möglichkeiten hinaus", so Tillich. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach sich aus für ein "Nebeneinander unterschiedlicher Technologien", bei der man nicht eine Technologie verteufeln dürfe.

Tim Hartmann, Vorstandschef der EnviaM, sieht große Chancen bei der dezentralen Energieversorgung. Es müsse gelingen, "auf dezentraler Ebene Verbraucher und Netzeinspeiser zu verbinden". Das verringere auch negative Auswirkungen für die Umwelt, so Hartmann.

Das Energieforum, das noch bis heute in Leipzig stattfindet, versteht sich als Ideenfabrik zur Energiewende für die neuen Bundesländer.