Mindestens 52 weitere Menschen seien durch die heftige Explosion zum Teil schwer verletzt worden, die meisten von ihnen Polizisten, sagte der Polizeichef von Kirkuk, Tarhan Jussif.
Der irakische Schiitenführer Großajatollah Ali el Sistani erklärte unterdessen, er sehe die Verantwortung für den politischen Prozess im Irak immer noch bei den Vereinten Nationen, obwohl diese die von ihm geforderten baldigen Wahlen für nicht durchführbar halten. In einer Erklärung El Sistanis, die von der irakischen Zeitung "Al-Sabah" veröffentlicht wurde, heißt es, die Vereinten Nationen sollten "den politischen Prozess vollständig überwachen, bis sich die Lage im Irak stabilisiert hat". Sie trügen die Verantwortung, da sie die Besatzung gebilligt hätten.
Aus dem gleichen Grund lehnte der radikale junge Schiitenprediger Muktada el Sadr eine UN-Beteiligung bei der Organisation von Wahlen ab. Er forderte in einem Interview der iranischen Nachrichtenagentur Irna, die Islamische Konferenz-Organisation (OIC) und die Arabische Liga sollten den Irakern dabei helfen, "da sie dem Irak näher stehen und weil sie sich nicht für die Besatzung ausgesprochen haben".
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld traf gestern zu einem nicht angekündigten Truppenbesuch im Irak ein. Wie in Kuwait-Stadt bekannt wurde, hatte Rumsfeld bei seinem Besuch zuvor in Kuwait den für den Irak zuständigen US-Kommandeur, General John Abizaid, getroffen. Rumsfeld sagte, die Anschläge von Al-Qaida-Terroristen im Irak hielten die Iraker nicht davon ab, sich um Arbeit bei der Polizei zu bewerben. (dpa/roe)