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Neuhausen – jetzt auch Sprengköpfe

Neuhausen. Neun rostige Raketensprengköpfe hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst am gestrigen Freitag aus dem Boden in Neuhausen gezogen. Zwei Riegelminen mussten noch am Nachmittag gesprengt werden. Von Annett Igel

Zehn Minuten nach 14 Uhr hat es wieder kontrolliert geknallt. Bis auf die zwölf Bewohner der beiden Häuser Mühle 1 und 3/4, die schon am Morgen ihre Wohnungen verlassen hatten, musste diesmal niemand evakuiert werden. Die Explosion der ersten Riegelmine legte eine zweite Mine frei. Sie wurde 30 Minuten später gesprengt. Verletzt wurde dabei niemand.

Schockiert hat die Neuhausener zuvor der Fund von neun Raketensprengköpfen. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die mit den ersten Selbstdetonationen in der vergangenen Woche mit in die Luft gegangen wären“, so der Neuhausener Bürgermeister Dieter Perko (CDU).

Damit ist aber klar: Die Suche nach Kampfmitteln muss nach den Weihnachtsfeiertagen weitergehen. Der Spezialbagger, der seit Tagen im Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg sucht, wird ausgewechselt. Für eine Tiefe von sechs Metern, in der der Kampfmittelbeseitigungsdienst angekommen ist, sei er einfach zu klein. Über Weihnachten bleibt der Krater weiträumig abgesperrt. „Es besteht keine Gefahr, solange sich niemand zu dem Krater begibt“, sagt Horst Reinhardt vom Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Lausitz/Brandenburg Seite 3