Unermüdlich arbeitet sich die Förderbrücke des Tagebaus Welzow-Süd nordwestlich der Stadt Spremberg durch die Landschaft, um Braunkohle freizulegen. Seit den 1960-er-Jahren wird dort der Brennstoff abgebaut. Bis zu 20 Millionen Tonnen Braunkohle werden jedes Jahr gefördert. Meter um Meter arbeiten sich die Bergmänner durch das 2900 Hektar große Tagebau-Gebiet. 17 Dörfer und viel Lausitzer Landschaft wurden durch die größte Tagebau-Grube des Lausitzer Reviers bereits zerstört und abgebaggert. Doch was passiert mit den Flächen, wenn die Kohle aus dem Boden ist?

Die Bagger hinterlassen graubraune Flächen ohne Leben. Mithilfe von zahlreichen Rekultivierungsmaßnahmen versucht der Betreiber Vattenfall Europe Mining AG neue Landstriche zu gestalten, die sich an dem Charakter der zerstörten Landschaft orientieren sollen. Es entstehen neu gestaltete Flächen, die für die Forst- und Landwirtschaft, für den Naturschutz und zur Freizeitgestaltung genutzt werden. Mehr als 4700 Hektar des ausgekohlten Tagebaubereichs wurden bereits in neue Landschaften verwandelt.

Darunter ist das Gebiet rund um den ehemaligen Ort Wolkenberg. Heute ist diese Fläche geprägt von Wiesen, Weinreben und Wäldern, deren Bäume jedoch kaum größer sind als eine Straßenlaterne. Denn noch vor etwa fünf Jahren wurde in diesem Bereich Kohle gefördert. Tierarten wie das braune Langohr, Rehe, Feldhasen, Seeadler und sogar Wölfe erobern nun langsam ihre einstige Heimat zurück. Doch es müssen noch einige Jahrzehnte vergehen, bis sich die Natur von den Folgen des Tagebaus erholt hat.

Was auf den Kippen wächst

Ein neues Zuhause für die Fledermaus

Sieben Millionen Bäume

Neue Flächen für Landwirte

Den Vögeln auf der Spur

Wein von Wolkenberg