Das Gremium hatte die Arbeit des Ressorts zur Flut bemängelt. SPD und PDS forderten darauf Raschs Rücktritt.
Künftig solle sein Ressort bei Notfällen dieses Ausmaßes stärker Regie führen, sagte Rasch. Weitere betroffene Ministerien sollen aber mit in die Krisenstäbe eingebunden werden. Dennoch werde ein großes Maß an Verantwortung in den Landkreisen und Kommunen verbleiben.
Er habe sich am 13. August die Frage gestellt, ob das Innenministerium die Fäden als zentrale Behörde in die Hand nehmen solle, sagte Rasch. Einen Tag vorher waren die Gebirgsflüsse Weißeritz, Müglitz und Mulde nach schweren Regenfällen mit verheerenden Folgen durch ihre Täler gewalzt. Der Zusammenbruch von Telefon- und Stromleitungen sowie eine noch im Aufbau befindliche Stabsarbeit hätten diesen Schritt jedoch nicht als sinnvoll erscheinen lassen, sagte Rasch. Zuständig für den Katastrophenschutz blieben daher die einzelnen Landkreise.
Eine Konsequenz sei sicher: Die sächsische Polizei soll auch für Fragen des Katastrophenschutzes, der Feuerwehren und des Rettungsdienstes zuständig sein. Der „an Befehl und Gehorsam geschulte Führungsgeist der Polizei“ ist nach Einschätzung Raschs im Katastrophenfall besser geeignet für schnelle Entscheidungen als die kommunale Selbstverwaltung.
Umweltminister Steffen Flath (CDU) will unterdessen die Vorhersage solcher Naturereignisse verbessern. Das Landesamt für Umwelt und Geologie soll in Zukunft für alle Flussgebiete zuständig sein. Landkreise, Städte und Gemeinden sollen in Zukunft direkt die Hochwasserwarnungen bekommen. Flath will nach eigener Aussage die Vorwarnzeit bei drohenden Überflutungen auf bis zu 60 Stunden ausdehnen. Der Freistaat werde ferner eines der modernsten Pegelsysteme der Welt erhalten. (dpa/bra)