(iwe) An der Berliner Humboldt-Universität (HU) entsteht ein Institut für katholische Theologie. Ab dem Wintersemester sollen dort fünf Professorinnen und Professoren lehren und forschen. Zunächst rund 30 Studierende pro Jahrgang sollen den Bachelorstudiengang „Katholische Theologie“ belegen können. Aus ihnen sollen eines Tages Religionslehrer an Schulen in Berlin und Brandenburg werden. Das gaben HU-Präsidentin Sabine Kunst, der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch und der Berliner Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach, am Freitag in Berlin bekannt. Zudem soll es ab 2020 einen Bachelorstudiengang „Religion und Gesellschaft“ geben.

Damit komplettiert sich die Landschaft der theologischen Studiengänge in Berlin und Brandenburg: Neben der seit der Gründung der Universität bestehenden evangelisch-theologischen Fakultät an der HU entstanden vor einigen Jahren die „Jüdischen Studien“ an der Universität Potsdam, zudem befindet sich an der HU ein Institut für Islamische Theologie in Gründung. Die Katholiken waren bislang nur mit einem Lehrstuhl an der FU Berlin vertreten, er soll nun im neuen Institut aufgehen. Nach Angaben des Gründungsdirektors, des Mediävisten Johannes Helmrath, soll das neue Institut eng mit den übrigen theologischen Studiengängen in der Region kooperieren. Nach HU-Angaben haben sich rund 140 Kandidaten auf die fünf zu vergebenden Professuren beworben.